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Natur und Umwelt

Die vorhandenen Grün- und Freiflächen in und um Nied (Nidda, Niedwald, Mainaue, Lachegraben) müssen erhalten bleiben und - wo möglich - mehr Grün in den Stadtteil gebracht werden.

Nied liegt landschaftlich einmalig zwischen Main und Nidda. Niedwald und Wörthspitze sind besondere Naturräume mit hohem Erholungswert für die Menschen.

Aber Nied ist auch von viel Durchgangsverkehr betroffen. Die Nähe zu den Industrieparks in Höchst und Griesheim und zum Flughafen belasten die nahe Umwelt. Die bereits vorhandenen Grünflächen sind eine gewisse Kompensation. Diese muss weiterentwickelt werden. Die Luftqualität sollte durch eine Verdichtung des Baumbestands und weitere Pflanzen verbessert werden. Potential für weitere Bäume besteht insbesondere auf dem Nieder Kirchweg und Mainzer Landstraße sowie auf der Oeserstraße.

Wo es nicht erforderlich ist, sollten Flächen nicht mit Asphalt oder Pflaster versiegelt werden und bereits versiegelte Flächen wieder geöffnet werden. Zum Beispiel Mittelstreifen und Kreisel. Diese könnten begrünt werden.

Der Niedwald soll weiterhin nachhaltig als Auewald bewirtschaftet werden und urwüchsig bleiben. Zusätzliche Freizeiteinrichtungen, die zu Lasten des Waldbestands gehen, sollen auch künftig nicht errichtet werden.

Die Renaturierung der Nidda (einschließlich des Umbaues des verbleibenden Wehres) wird im Grundsatz als sinnvoll angesehen.

Die Wege an der Wörthspitze entlang des Mains wurden vor einigen Jahren umgestaltet. Eine Erweiterung nach gleichem Vorbild sollte bis nach Griesheim erfolgen. Eine Öffnung des Weges auf dem Gelände des Industrieparks - der vor einigen Jahren geschlossen wurde - wäre eine sinnvolle Ergänzung. Langfristig ist eine durchgehende Uferverbindung zwischen Nied und Griesheim wünschenswert.

Im Grüngürtel, zu dem Niedwald und Wörthspitze gehören, sollte beim Stadtmobiliar auf naturnahe Materialien zurückgegriffen werden, zum Beispiel Poller aus Holz statt Metall.

Es bedarf weiterer Aufenthaltsmöglichkeiten und Sitzgelegenheiten, die auch von Senioren genutzt werden können.

Nied wächst beständig. Die Freizeit- und Sportflächen müssen erweitert werden. Großes Potential besteht entlang des Mains und der Nidda. Auch der Zustand einiger Kinderspielplätze ist verbesserungswürdig. Öffentliche Bolzplätze für Jugendliche fehlen. Ein Bolzplatz unter der Schwanheimer Brücke wurde vor einigen Jahren ersatzlos zurückgebaut. Wünschenswert wären öffentliche Sportgeräte, nach der Idee der Trimm-Dich-Pfade, die auch von Senioren genutzt werden können.

 

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