Programm

Unser Programm für Nied

SPD Nied Programm, Stand 2017

Ergänzungen oder Anregungen werden gerne entgegengenommen

In Nied kann man sich wohlfühlen. Besonders Familien schätzen die Nähe von Wald und Feld, verkehrsberuhigte Zonen und die Angebote der Vereine, Kirchengemeinden sowie Kinder- und Jugendeinrichtungen.

Nied ist im Wesentlichen ein Stadtteil mit wenig Gewerbe und viel Wohnbevölkerung. Hier wohnen mittlerweile rund 19.000 Menschen. Es ist unser Ziel auch in Zeiten knapper öffentlicher Mittel die vielen attraktiven Seiten unseres Stadtteiles zu bewahren und weiter zu entwickeln. Wir arbeiten gerne in Nied und für unseren Stadtteil.

Wohnen und Zusammenleben

Zum Wohlfühlen im Stadtteil gehört es

•   die vorhandenen Freizeitmöglichkeiten und sonstigen Angebote nutzen zu können.

•   den sozialen Zusammenhalt im Stadtteil zu stärken. Dazu unterstützen wir die in Nied vorhandenen Vereine, Kirchengemeinden, Einrichtungen, Organisationen und Initiativen.

•   die Sozialstruktur im Stadtteil ausgewogen zu gestalten. Deshalb begrüßen wir, das Nied seit 2016 in das Programm „soziale Stadt“ aufgenommen wurde.

In Nied wohnen rund 5000 ausländische Mitbürgerinnen und Mitbürger. Das gute Miteinander muss erhalten und - wo nötig - verbessert werden. Wir werben dazu um Toleranz und Integrationswillen bei allen Beteiligten. Wir setzen uns für ein kinder- und familienfreundliches Leben in Nied ein. Dazu sind z.B. bedarfsgerechte Angebote an Krippen-, Kindergärten- und Betreuungsplätzen sowie Freizeiteinrichtungen und bezahlbarer Wohnraum für Familien, aber auch eine entsprechende Gestaltung des öffentlichen Raumes erforderlich. Diskutiert werden soll die Nutzung des öffentlichen Raumes im Bereich des alten Nieder Rathauses, z.B. für ein Café oder Ähnliches im Sommer, um den Stadtteil lebendiger zu gestalten. In diesem Zusammenhang soll auch die Einrichtung eines Wochenmarktes geprüft werden.

Senioren 60plus

Der Anteil der Seniorinnen und Senioren an der Bevölkerung nimmt ständig zu. Dieser Tatsache muss auch die Politik gerecht werden. Sie muss dafür eintreten, dass der demografische Wandel solidarisch und von den Generationen gemeinschaftlich gestaltet wird.

Uns geht es vor allem darum, die Chancen dieses Vorganges zu nutzen, indem älteren Menschen bürgerschaftliches Engagement ermöglicht und ihre Mobilität durch entsprechende Gestaltung des Lebens- und Wohnumfeldes erleichtert wird (z.B. Erreichbarkeit öffentlicher Einrichtungen, Beleuchtung).

Wir setzen uns für die Förderung altersgerechter Wohnformen ein.

Schule und Bildung

Zur Zukunftsfähigkeit des Stadtteils gehört die bedarfsgerechte Schulversorgung. Die Schulen in Nied sollen angemessen ausgestattet und saniert, sowie die Schulgebäude kontinuierlich und nachhaltig Instandgehalten werden.

Im Grundschulbereich sind mehr Betreuungsangebote bzw. Schulen mit festen Öffnungszeiten einzurichten. Jedes Grundschulkind, das einen Betreuungsplatz benötigt, soll bis mindestens17 Uhr in der Schule oder im Hort betreut werden.

Wir fordern, dass in Nied eine IGS bzw. das seit langem versprochene Nieder Gymnasium errichtet wird.

Kinder und Jugend

Die Kinder- und Jugendarbeit in Nied wird im Wesentlichen von der Projektgruppe Kind in Nied, Kirchen, Kindertagesstätten, Schulen und Vereinen getragen.

Wir begrüßen diese engagierte Arbeit und unterstützen sie.

Die SPD setzt sich für Toleranz und Offenheit gegenüber Kindern und Jugendlichen ein.

Das unter einem SPD-Dezernenten errichtete Jugendhaus an der Birminghamstr. / Ecke Mainzer Landstraße ist eine gute Einrichtung, die Jugendlichen kompetente Ansprechpartner bietet. Die Attraktivität der Spielplätze soll bewahrt bleiben, d.h. wenn Spielgeräte abmontiert werden, da diese kaputt sind oder nicht den Sicherheitsstandards entsprechen, müssen Sie wieder ersetzt werden.

Verkehr

Zufahrt nach Nied

Die Zufahrt des Individualverkehrs nach Nied findet im Wesentlichen über die Bolongarostr., die Mainzer Landstr., Nieder Kirchweg und die Oeserstraße statt.

Für die Oeserstraße. ist es dringend erforderlich den Bahnübergang, wie schon seit Jahrzehnten geplant und versprochen, durch eine Unterführung zu beseitigen.

In der Mainzer Landstr. sollten die Straßenbahngleise in die Mitte verlegt werden. Dies ergebe neue gestalterische Möglichkeiten wie z.B. das Pflanzen von Bäumen etc.. Diese Maßnahme würde auch zu einer optischen Aufwertung des Stadtteils Nied führen.

Die Zufahrt über die Bolongarostr. direkt in den alten Ortskern erspart einen Umweg über Alt-Nied. Die aktuelle Gestaltung ist jedoch unübersichtlich. Diese Kreuzung/Ampelschaltung sollte komplett neu gestaltet werden. Mit der neuen Wendemöglichkeit an der Ludwig-Scriba-Straße hat man bewiesen, dass es besser geht.

Verkehr in Nied

Wir unterstützen die Umgestaltung der Straße Alt Nied, damit diese wieder zu einem Mittelpunkt für Nied werden kann. Zusammen mit dem alten Nieder Rathaus, dem angrenzenden Park und dem Kerbeplatz gibt es hier viele Möglichkeiten für eine Aufwertung des Stadtteils.

Verkehrsberuhigung

Die in den Wohnbereichen eingeführten Tempo 30 Zonen sollten besser überwacht werden.

Das gilt auch für die Oeserstraße die durch ein Wohngebiet führt und auch von vielen Schulkindern überquert werden muss.

Öffentlicher Personennahverkehr

Der schon jetzt gut ausgebaute ÖPNV sollte durch einen neu zu schaffenden Haltepunkt der Königsteiner Bahn ergänzt werden.

Für die bestehende S-Bahn Station Nied fordern wir neue barrierefreie Aufgänge.

Zum Verkehr in Alt-Nied ist eine neue Streckenführung der Buslinien zu prüfen. Durch Alt-Nied führen 3 Buslinien mit der entsprechenden Belastung der Anwohner.

Radwege

In Nied fehlt es an vielen Stellen an Radwegen. In Zusammenarbeit mit dem ADFC sind die Möglichkeiten für die Anlage weiterer Radwege zu erkunden und umzusetzen.

Natur und Umwelt

Die vorhandenen Grün- und Freiflächen in und um Nied (Nidda, Niedwald, Mainaue, Lachegraben) müssen erhalten bleiben und - wo möglich - mehr Grün in den Stadtteil gebracht werden.

Nied liegt landschaftlich einmalig zwischen Main und Nidda. Niedwald und Wörthspitze sind besondere Naturräume mit hohem Erholungswert für die Menschen.

Aber Nied ist auch von viel Durchgangsverkehr betroffen. Die Nähe zu den Industrieparks in Höchst und Griesheim und zum Flughafen belasten die nahe Umwelt. Die bereits vorhandenen Grünflächen sind eine gewisse Kompensation. Diese muss weiterentwickelt werden. Die Luftqualität sollte durch eine Verdichtung des Baumbestands und weitere Pflanzen verbessert werden. Potential für weitere Bäume besteht insbesondere auf dem Nieder Kirchweg und Mainzer Landstraße sowie auf der Oeserstraße.

Wo es nicht erforderlich ist, sollten Flächen nicht mit Asphalt oder Pflaster versiegelt werden und bereits versiegelte Flächen wieder geöffnet werden. Zum Beispiel Mittelstreifen und Kreisel. Diese könnten begrünt werden.

Der Niedwald soll weiterhin nachhaltig als Auewald bewirtschaftet werden und urwüchsig bleiben. Zusätzliche Freizeiteinrichtungen, die zu Lasten des Waldbestands gehen, sollen auch künftig nicht errichtet werden.

Die Renaturierung der Nidda (einschließlich des Umbaues des verbleibenden Wehres) wird im Grundsatz als sinnvoll angesehen.

Die Wege an der Wörthspitze entlang des Mains wurden vor einigen Jahren umgestaltet. Eine Erweiterung nach gleichem Vorbild sollte bis nach Griesheim erfolgen. Eine Öffnung des Weges auf dem Gelände des Industrieparks - der vor einigen Jahren geschlossen wurde - wäre eine sinnvolle Ergänzung. Langfristig ist eine durchgehende Uferverbindung zwischen Nied und Griesheim wünschenswert.

Im Grüngürtel, zu dem Niedwald und Wörthspitze gehören, sollte beim Stadtmobiliar auf naturnahe Materialien zurückgegriffen werden, zum Beispiel Poller aus Holz statt Metall.

Es bedarf weiterer Aufenthaltsmöglichkeiten und Sitzgelegenheiten, die auch von Senioren genutzt werden können.

Nied wächst beständig. Die Freizeit- und Sportflächen müssen erweitert werden. Großes Potential besteht entlang des Mains und der Nidda. Auch der Zustand einiger Kinderspielplätze ist verbesserungswürdig. Öffentliche Bolzplätze für Jugendliche fehlen. Ein Bolzplatz unter der Schwanheimer Brücke wurde vor einigen Jahren ersatzlos zurückgebaut. Wünschenswert wären öffentliche Sportgeräte, nach der Idee der Trimm-Dich-Pfade, die auch von Senioren genutzt werden können.